Massivholz Esstische für jede Lebenslage – Was gilt es zu beachten?

Esszimmertische sind viel mehr als nur der Treffpunkt zu einem gemeinsamen Essen: Sie sind das Zentrum des gesamten Haushaltes, in dem gelebt, geplant und auch mal diskutiert wird. Egal ob als Denkfabrik bei den Hausaufgaben, als Festtafel bei Familienfeiern oder als Home-Office Schreibtisch: Ein Esszimmertisch ist meist Dreh- und Angelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens.

Welche Maße sollte ein Tisch – pro Person – für ein Esszimmer haben?

Einer der ersten Fragen, die man sich vor einer Kaufentscheidung stellt, ist natürlich wie viele Person an einem Esszimmertisch Platz finden sollen. 

Grundsätzlich gilt die Faustregel: 75 cm für die Höhe des Tisches, dazu 45 cm Sitzhöhe und 60-70 cm Breite pro Person. Außerdem sollte man bei der Breite der Tischplatte auch an Platz für Töpfe und Schüsseln denken!

Zusätzlich muss man die Breite der Stühle einkalkulieren: Passen alle unter den Tisch? Sind Stühle und Esstisch farblich aufeinander abgestimmt? Oftmals wird beim Kauf nicht bedacht, dass nicht jeder Stuhl mit Armlehne unter den Tisch passt.

Tisch aus Kernbuche mit Stühlen in einer Altbauwohnung
Passen alle Stühle unter den Tisch? Diese und andere Fragen sollte man sich vor Anschaffung eines Esstisches stellen.

Rund oder eckig – dunkles oder helles Holz?

Neben dem persönlichen Geschmack sollte die individuelle Raumsituation jedes Haushaltes beachtet werden. Passt der erwählte Tisch zu den bereits vorhandenen Möbeln? Passt die Färbung des Tisches zu vorhandenen Teppichen oder Tapeten?

Ein runder Esstisch

Seit jeher wird diese Tischform als sehr Kommunikationsfördernd eingestuft. Alle sind gleich und niemand sitzt am „höheren“ Ende. In legerer Runde findet immer jemand Platz, ohne dass dieser durch eine Ecke gestört wird. 

Übrigens: Die kommunikative und gleichrangige Sitzverteilung runder Tische wird auch in den berühmten Artussagen aus dem Mittelalter hervorgehoben – Die bekannten „Ritter der Tafelrunde“ sind fast jedem ein Begriff.

Runder ausziehbarer Esstisch aus Nussbaumholz und Stühle mit blauem Bezug
Hier sitzt niemand am 'höheren' Ende. An einem runden Tisch sind alle gleich!

Der rechteckige Tisch

Struktur, Ordnung und Platz! Vor allem kombiniert mit einer Eckbank finden viele Personen an einem rechteckigen Tisch Platz, ohne sich in die Quere zu kommen.

Der ausziehbare Tisch

Ein Funktionstisch ist nicht nur für Familien ein Gewinn: Für Menschen die gerne Besuch haben ist es von Vorteil, wenn man den Tisch ganz unkompliziert ausziehen oder erweitern kann. Machen Sie sich mit der Mechanik vertraut und vergewissern Sie sich, dass genügend Platz vorhanden ist.

Bei der Wahl des Holzes müssten Sie beachten, dass dunkle Hölzer wie Nussbaum den Raum sehr vereinnahmen und den Blick auf sich ziehen. Dies gilt besonders wenn der Raum eher in helleren Farben gestaltet worden ist. Umgekehrt passen Esstische, die aus lichteren Holzarten wie Kernbuche oder Eiche gefertigt wurden, wunderbar in kleine und dunklere Räume.

Das Gestell des Tisches

Neben der Form ist natürlich auch das Gestell ein weiterer Faktor, bei dem man unterscheiden muss: Lieber ein Tisch mit Beinen oder mit Säule?

Die Vor- bzw. Nachteile der jeweiligen Gestelle liegen auf der Hand: Zum Beispiel hat man bei einem Säulentisch kein störendes Tischbein! – Der Klassiker ist hingegen ein Tisch mit vier Beinen. Wie immer entscheidet der persönliche Geschmack und die Gegebenheiten vor Ort!

Unterschiedliche Gestelle aus schwarzem Rohstahl an einer Tischplatte
Ein Tisch kann auch über seitliche `Kufen´ oder `Wangen´ verfügen, die einen interessanten Materialmix möglich machen.

Welches Holz passt zu mir und in meine Räume?

Wichtiges Kriterium ist, neben der Form und dem Gestell, natürlich das Material, aus dem der Tisch bestehen soll.

Ein robuster Tisch aus Massivholz kann eine Familie über Generationen hinweg begleiten und bleibt durch seine natürliche Holzmaserung ein absolutes Highlight in jedem Esszimmer.

Massivholzmöbel stehen durch ihre Wertigkeit im deutlichen Kontrast zu der heutigen Wegwerfgesellschaft.

Großer Esstisch aus europäischem Nussbaum mit eleganten Stühlen
Nussbaum ist aufgrund seiner Seltenheit eines der teuersten Hölzer im europäischen Raum!

Folgend stellen wir Ihnen einige Hölzer vor, aus denen Massivholztische hergestellt werden.

Eichenholz

Dieses Holz ist und bleibt ein Evergreen! Es ist leicht zu verarbeiten und sehr robust.

Es bereits seit langem nichts mehr mit der berühmten „Eiche rustikal“ zu tun, sondern hat den Übergang zu moderneren und frischeren Designs geschafft.

Zum Beispiel zeichnet sich ein Trend beim Eichenholz ab: Bianco geölt! Bei dieser Behandlung des Holzes, werden feinste weiße Farbpigmente im Öl in die Struktur des Holzes eingestrichen. Dadurch entsteht eine milchige Lasur, durch die die Maserung des Holzes weiterhin erkennbar ist.

 

Massiver Esstisch aus geölter Wildeiche mit modernem Sterngestell
Minimalistisch und raffiniert: Massive Esstische aus Eiche sind ein Statement. Hier sehen Sie einen Tisch in Wildeiche geölt.

Ein Tisch aus Wildeiche oder aus Asteiche: Wo liegt der Unterschied?

Bevorzug man einen Esstisch, der eher mit markanteren Maserungen ins Auge fällt, muss man sich zwischen einem Wildeiche und einem Asteichen entscheiden. Bei einem Tisch aus Wildeiche sind die Maserungen wild, dunkel und sehr deutlich zu erkennen. Bei einem Tisch aus Asteiche kommen zusätzlich noch markante Astlöcher hinzu, die mit unterschiedlichen Materialien versiegelt werden können.

Buche

Die Buche begeistert durch ihre charakteristische Maserung, die eine leichte rötliche Färbung besitzt. Auch das Holz der Buche ist sehr fest und lässt sich wunderbar verarbeiten.

Ab dem 80. Lebensjahr beginnt die Buche dunkle Auswüchse zu bilden und darf sich dann erst Kernbuche nennen. Ihre harmonische und kraftvolle Maserung macht sie momentan zu einem sehr beliebten Holz für Möbelhersteller.

Holzmuster einer Kernbuche
Die rötlichen Auswüchse bilden Buchen etwa ab dem 80. Lebensjahr aus.

Nussbaum

Nussbaumholz ist sicherlich durch die dunkle Färbung eines der eleganteren Holzarten. Außerdem gehören Esstische aus Nussbaum – aufgrund der relativen Seltenheit – zu den teureren Möbeln.

Markante Maserungen in einem schokoladenen Farbton und honigfarbene Wärme zeichnen dieses Holz aus. Amerikanisches Nussbaum ist dunkler als europäisches Nussbaum und aufgrund des langen Transportweges erheblich teurer.

Holzmuster Beispiel amerikanisches Nussbaumholz
Schokolade - Honig - Wärme: Möbel aus amerikanischem Nussbaum verbreiten eine unnachahmliche Atmosphäre...

Glatt, wild oder experimentell? – Die Oberfläche ist nicht in Stein gemeißelt!

Formen von Massivholztischen verändern sich. Wie bei anderen Produkten fließen aktuelle Trends und Designs in die Konzeptionen mit ein und spiegeln die Wünsche der Interessenten wieder. Waren früher schwere und eher dunkle Eichenmöbel im Fokus der Massivholzliebhaber, leibäugelt man heute mal eher mit einem kräftigen Nussbaumtisch oder einem Tisch aus Kernbuche. Spannend ist dabei auch, welche zahlreichen Möglichkeiten aktuell geboten werden. Wir zeigen folgend einige Methoden der Möbelhersteller, die Überraschen und Abwechslung in, an und auf die Oberflächen von Esszimmertischen bringen.

Bianco geölt

Bevorzugt bei Eichentischen wird diese Methode des Einölens verwendet. Der Tisch wird mit Öl behandelt, indem sich weiße Farbpigmente befinden. Dadurch erhält das Holz eine milchige Lasur, durch die die Maserung noch immer gut erkennbar ist. Das Möbelstück erhält einen feinen, lichteren Charakter und muss regelmäßig mit dem passenden Öl behandelt werden.  In diesem Zusammenhang gibt es noch die Bezeichnung White Wash. Bei dieser Bearbeitung ist die weiße Färbung viel ausgeprägter vorhanden.

Holzmuster Eichenholz mit Bianco-Ölung
Durch die Bianco-Ölung ist die Maserung der Eiche noch deutlich zu erkennen

Finish

Hierbei werden wuchsbedingte Merkmale oder Astlöcher mit unterschiedlichen Materialien aufgefüllt. Die gängigsten Materialien sind sicherlich das Epoxidharz und der Holzkitt. 

Gegenüber der markanteren, offeneren Struktur eines unbehandelten Tisches, wird mit einem Finish aus Kitt oder Epoxidharz die Oberfläche glatter und ruhiger.

Epoxidharz ist eine klare Füllung, die beide Oberflächenarten verbindet. Hier sieht man die Äste und Wuchsrisse, aber es gibt keine Unebenheiten in der Tischplatte. Dabei wird die Natürlichkeit des Holzes hervorgehoben. Die schwarze Versiegelung durch Holzkitt hingegen unterstreicht die Maserung des Holzes und gibt ihm einen eher kräftigen Charakter. Für Liebhaber des natürlichen Designs kann man das Finish auch weglassen. 

 

Großer Esstisch aus Asteiche mit Epoxidharz gefüllt
Hat auch praktische Gründe: Durch die Versiegelungen wird die Tischfläche glatt.

Interessant und nicht alltäglich ist die Füllung mit Zinn-Guss. Die Mixtur zwischen Metall und Holz ist seit jeher eine spannende Kombination. Die natürlichen Merkmale des Holzes werden dadurch ganz besonders in Szene gesetzt und akzentuiert. 

Zwei Holzmuster bei denen die Astlöcher mit Zinn gefüllt wurden
Die Astlöcher können mit unterschiedlichen Materialien befüllt werden.

Die Baumkante

Die Kanten eines Tisches müssen nicht immer gerade sein. Es gibt noch die beliebten Schweizer Kanten, abgerundete Kanten oder auch organische Kanten!

Ein sehr schönes Beispiel für eine originelle und einzigartige Verarbeitung ist die so genannte organische Kante. Nicht die Oberfläche, sondern die Seiten des Tisches bleiben bei dieser Methode relativ unbearbeitet.

Die Rinde des Baumes wird bei dieser Verarbeitung entfernt und die Kanten poliert. Somit bleibt die natürliche Form des Tisches an seinen Rändern erhalten.

Ein ausladender Esstisch aus Wildeiche mit organischer Baumkante
Die organische Baumkante lässt die Herzen von Massivholzfans höher schlagen.

Kombinationen

Spannend sind immer Mixturen verschiedener Materialien: Ob Metallkufen, Glas oder Vermischung von Holzstrukturen. Im Trend liegen hier nicht nur die Hirnholzapplikationen, sondern auch aufgeraute Elemente um die Holzstruktur zu betonen.

Esstisch aus Wildeiche mit Stühlen und einer Bank
Solche Hirnholzapplikationen finden man oft auch an Vitrinen, Highboards und Sideboards

Mit der Natur leben

Ein Massivholztisch ist durch seine besondere Maserung auch immer Präsentationsobjekt, das man oftmals nicht mit einer Tischdecke verhüllen möchte. Man sollte jedoch nicht auf Untersetzer verzichten. Ein großer Vorteil von Massivholzmöbeln ist neben ihrer natürlichen Ausstrahlung, dass man viele kleinere Schäden behandeln kann.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen gerne unseren Beitrag: „Schäden an Massivholzmöbeln vermeiden“ ans Herz legen, in dem Sie viele tolle Pflegetipps auch für Tische finden.

Mit einem Massivholzmöbel holt man sich ein Stück Natur in die eigenen vier Wände. Ganz bewusst soll das Material Holz sichtbar und fühlbar bleiben. Außerdem ist ein Möbel aus Massivholz IMMER ein Unikat: Kein Stück gleicht dem anderen!

In unseren Möbelhäusern finden Sie zahlreiche Tische aus Massivholz, die Sie dort in unterschiedlichen Hölzern bewundern können. Lassen Sie sich vor Ort von unserem hochqualifizierten Fachpersonal beraten und von harmonischen Naturhölzern überzeugen. Übrigens werden alle unsere Beiträge in enger Zusammenarbeit mit unserem geschulten Fachpersonal erstellt.

Zurück